Geht AIDS uns alle an?

Sozial- und gesellschaftspolitischer Umgang mit AIDS in der Ukraine

Diskussionsveranstaltung mit Dr. Konstantin Solodenko, Donezk, Ukraine

Termin: 30. November 2011
Zeit: 18:00 Uhr
Wo? Rosa-Luxemburg-Stiftung, Mehringplatz 1, 10243 Berlin
Raum: Seminarraum 1

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung veranstaltet am 30. November 2011 eine Diskussionsveranstaltung mit dem ukrainischen Arzt und Aidsspezialisten Konstantin Solodenko. Die Veranstaltung will sich einer kritischen Überprüfung des Umgangs mit HIV-Infizierten widmen, sowohl in der Bundesrepublik Deutschland als auch in der Ukraine. Die Ukraine ist insofern ein unmittelbar aktuelles Thema zur AIDS-Problematik, da es die höchste HIV-Infektionsrate Europas aufweist, nach unabhängigen Schätzungen sind mittlerweile knapp 400.000 Menschen davon direkt betroffen. Und die Ukraine zeichnet sich gegenwärtig durch eine sehr restriktive Politik gegenüber den Betroffen aus, denen das Recht auf ein menschenwürdiges Leben durch eine fortschreitende gesellschaftliche Stigmatisierung, deren Ursache nicht zuletzt in der Reduzierung des AIDS-Problems auf dem Drogenkonsum liegt, erschwert wird.
 
Die Veranstaltung will sich diesen Fragen und Problemen widmen. Sie will auf Möglichkeiten einer Überwindung sozialer und gesellschaftlicher Exklusion von HIV-infizierten hinweisen um neue Wege eines respektvollen Miteinanders zu ermöglichen.
 
Neben Dr. Konstantin Solodenko diskutieren die ehemalige Berliner Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz Katrin Lompscher, Karsten Hein von AVK Sozialprojekte im Auguste Viktoria Klinikum sowie als Moderatorin Tiina Fahrni von der Rosa-Luxemburg-Stiftung.